Digitalisierung von Papierdokumenten und Einsichtsmöglichkeiten im Rahmen der Umsatzsteuer-Nachschau
Mit Art. 10 des Jahressteuergesetzes 2009 wurde 146 AO um die Abstze 2a und 2b erweitert. Sie regeln die Voraussetzungen fr die Fhrung und Aufbewahrung von Bchern und Aufzeichnungen im Ausland sowie fr das als Sanktion bei Versten gegen gesetzliche Auflagen in Frage kommende Verzgerungsgeld. Gem. 146 Abs. 2a Satz 1 AO kommen ausschlielich elektronisch erstellte und gefhrte Bcher sowie Aufzeichnungen fr eine Verlagerung in Frage. Die in Papierform vorliegenden Unterlagen, insbesondere Rechnungen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, sind von der Verlagerung ausgenommen. Anderenfalls, so die Gesetzesbegrndung, sei die Vornahme der Umsatzsteuer-Nachschau in Gefahr. Der vorliegende Beitrag beleuchtet zunchst den gesetzgeberischen Willen die Fhrung und Aufbewahrung von Papierunterlagen auf das Inland zu beschrnken. Darber hinaus werden die Mglichkeiten der Digitalisierung von Papierdokumenten und damit verbunden auch die Rechtsfolgen fr den Steuerpflichtigen dargestellt. Abschlieend wird der Frage nachgegangen, welche Mglichkeiten zur Einsicht digitaler Daten der Finanzverwaltung im Rahmen der Umsatzsteuer-Nachschau offenstehen und ob die Transformation der Papierunterlagen fr ihre Vornahme schdlich ist oder sie gar faktisch unmglich macht.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-789X.2010.06.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-789X |
| Ausgabe / Jahr: | 6 / 2010 |
| Veröffentlicht: | 2010-05-31 |
Seiten 166 - 169